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schifflange

| m.

neulich ist mir doch glatt ins ohr geflüstert worden, dass es hier zu wenig rollbrett-spezifische inhalte geben würde! sorry, aber das kann ich nicht bestätigen! falls ihr ebenfalls dieser meinung seid, dann versucht doch einfach mal die äussere buchstaben-kruste der texte zu durchbeissen, anstatt euch von ihr abschrecken zu lassen! denn tief im inneren eines jeden mhueller-artikels geht es tatsächlich um skateboarding! heilige scheisse, wie könnte es auch anders sein?! hat das leben eines skateboarders nicht ständig mit skateboarding zu tun?! das fängt ja schon morgens auf dem klo an…

also, hier kommt nun ein weiteres kocherphoto des monats – eine rubrik, die ich gestartet habe, weil rollbrett-penner nun mal auf die strasse gehören! hinaus, hinaus, hinaus! und auf einem längeren trip braucht man einfach einen trangia! ihr glaubt mir nicht? dann lest doch einfach noch mal rosens worte über diesen kleinen, feinen sturmkocher! das teil ist hier mittlerweile zum synonym für roadtrips jeglicher art geworden!

wie bitte? im artikel über die hardangervidda geht es tatsächlich nicht um skateboarding? na dann schaut ruhig noch mal etwas genauer hin! ohne zweifel klebt dort ein thrasher-sticker auf dem kocher! was denn? das reicht euch nicht?! verdammt, bei all den worten ohne rollbrett-spezifischen inhalt dürft ihr nicht vergessen, dass sie von einem skateboarder geschrieben wurden!

okay, ich sehe schon, dass ich euch damit auch nicht überzeugen kann! aber scheisse, auf dem aktuellen kocherphoto des monats ist doch tatsächlich ’n stück eines rollbrettes zu sehen! jetzt seid ihr baff, was?!

hier kommen ein paar zusatzinfos zu den pixeln! das bild wurde in luxemburg aufgenommen, genauer: in schifflange, gelegen im kanton esch-sur-alzette. minus-ramps hatte dort 2009 einen weiteren, irren skatepark gebaut, und wir, die damaligen kellen-schieber, waren während der bauarbeiten auf dem einzigen campingplatz der stadt untergekommen – einem paradies für rentner und co, samt angeschlossenem mini-zoo! ich verzichtete freiwillig auf einen schlafplatz im wohnwagen und zog mich stattdessen in mein zelt zurück, denn glaubt mir: wenn man jeden verdammten tag 24 stunden non-stop mit den gleichen pennern unterwegs ist (ganz egal, wie nett sie auch sind!), dann tut etwas abstand mal ganz gut!

ich erinnere mich an irre downhills vom campingplatz aus hinab in die stadt, flatspots inklusive. ich erinnere mich an radtouren durch dichte, grüne wälder, bis hinüber nach frankreich. ich erinnere mich an tägliche besuche in einem riesigen, völlig überteuerten supermarkt samt fritten-ranch mit einem recht fragwürdigen namen. ich erinnere mich an nächtliche geburtstagswünsche meiner kollegen, wobei ich gerade noch das einrennen meines zeltes verhindern konnte! ich erinnere mich an harte, schwere arbeitstage unter der brennenden sonne luxemburgs und ich erinnere mich an verregnete, kühle nächte im zelt. ich erinnere mich an dan und seine eierfullpipe, an lodernde baustellen-feuer und arnes grind-aktion, an verrückte tiere und an noch verrücktere, rostige stahl-skulpturen… ich erinnere mich an zahlreiche schnecken, die wahnsinnige rennen über meine einfache behausung starteten und ich erinnere mich an all den schimmel, der sich von unten durch meinen zeltboden fressen wollte. ich erinnere mich an gute zeiten voller freude und an beschissene zeiten voller qualen. und ich erinnere mich, erinnere mich, und ich erinnere mich…

„que toda la vida es sueño, y los sueños, sueños son.“ – pedro calderón de la barca


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